Herzlich willkommen!

Wir sind die Spezialistinnen. Nicht im Verbrecher fangen oder Haare schneiden.
Wir sind Spezialistinnen, wenn es um den Wortschatz Ihres kleinen Schatzes geht, um Ihre goldene Stimme, die plötzlich so blechern klingt. Wir sind Spezialistinnen für Laute, Wörter, Klänge. Für Zunge, Kehlkopf und Zähne. Für Ihr Kind, für Ihre Nachbarin, für Ihren Vater.

Ach ja: Wir kennen auch die Adresse der Polizei und die einer superguten Friseurin.

Spaß beiseite und die Infos auf den Tisch:
Praxis für Logopädie – warum gehen manche dorthin?

Logopädie

Wir gehören zu den Heilmittelerbringern, Logopädie ist eine klinisch-therapeutische Disziplin. LogopädInnen behandeln Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.

Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Klingt ein bisschen unhandlich. Sprachstörungen können den Wortschatz betreffen oder die Grammatik, beides gehört zu unserer Sprache. Wenn jemand aber stottert oder „lispelt“, dann gehört das in den Bereich des Sprechens. Die Stimme kann Probleme bereiten, wenn jemand den ganzen Tag viele Stunden über reden muss oder weil sich Knötchen auf den „Stimmbändern“ gebildet haben. Das Schlucken – ein spezielles Thema! Schluckstörungen können bedingt durch Hirnblutungen oder einen Schlaganfall auftreten. Dies kann zur Folge haben, dass man nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Nahrungsmittel zu essen.

Es gibt einige logopädische Störungsbilder, die passen nicht richtig in die „Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen“. Wie zum Beispiel die Fazialisparese. Das ist eine Gesichtslähmung, die durch eine neurologische Erkrankung oder manchmal auch durch einen Virus hervorgerufen werden kann. Je nach Ursache, kann es sein, dass man eine komplette Gesichtshälfte gar nicht oder nicht mehr ausreichend bewegen kann oder nur noch die Augenpartie „normal funktioniert“.

Aber alles was wir behandeln, haben wir hier erklärt.
Sollten trotzdem Fragen unbeantwortet bleiben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Herzlich willkommen!

Praxis

Die Praxis NINA TAUBE besteht seit 2004 und ist im Laufe der Zeit auf 300 qm und sieben Logopädinnen „herangewachsen“. Die Therapie von Sprach- und Sprechstörungen sowie Gesichtslähmungen nach neurologischen Erkrankungen ist nicht nur konsiliarisch in der hiesigen Klinik unser Spezialgebiet, sondern auch ambulant ein Schwerpunkt.

Im pädiatrischen Bereich liegt neben der Behandlung von Grammatik-, Wortschatz- und Artikulationsstörungen unser Fokus besonders auf der therapeutischen Intervention bei „Late Talkern“ und Babys und Kleinkindern mit Fütterstörungen.

Selbsthilfegruppen

Für Angehörige von Schlaganfall-Patienten bieten wir in der Akutzeit der Erkrankung jeweils mittwochs, um 15.30 Uhr in der Bibliothek der EUREGIO-KLINIK Gespräche an.

Wir bitten um Anmeldung unter Telefon (0 59 21) 712 04 75.

Stationäre Therapie

In Kooperation mit der EUREGIO-KLINIK Nordhorn arbeiten wir konsiliarisch auf der Stroke Unit, den Intensivstationen und einigen peripheren Stationen. Nach ärztlicher Anforderung werden hier vor allem Patienten mit Trachealkanülen, Schluckstörungen sowie sprachlichen und artikulatorischen Schwierigkeiten behandelt.

Über uns

In der Praxis NINA TAUBE arbeiten sieben Logopädinnen und eine Sekretärin, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten ...

Nina Taube
Seitdem sich seit einem zarten Alter von vier Jahren der gewöhnliche Mädchenwunsch auf der Bühne stehen zu wollen mehr und mehr bei mir ausprägte, stellte ich im Laufe der Zeit mehr und mehr fest, dass ich – wie die meisten- auf der Bühne natürlich nichts nichts zu suchen habe. Ich entschied mich die Präposition und die Position zu ändern (hinter der Bühne ist es bestimmt auch aufregend) und habe, mit der Intention Sprech- und Stimmtraining am Theater zu geben, die Ausbildung zur Logopädin von 2000-2003 an der Rehamed in Rheine absolviert. Was als Start und Sprungbrett gedacht war, entpuppte sich als der schönste Beruf der Welt. Nach einigen Praktika im kindersprachlichen und neurologischen Bereich, konnte ich keine Vorliebe für das eine oder andere entwickeln und arbeitete eine Zeit lang angestellt in einer guten Nordhorner logopädischen Praxis, die junge und alte Patienten versorgte.
2004 eröffnete ich eine kleine eigene Praxis in der Mittelstraße in Nordhorn. Die Patienten und Mitarbeiter wurden zuviel und die Praxis zu klein, so dass wir 2006 mit der Praxis an den Strampel zogen. Im Sommer 2014 habe ich mein Studium der angewandten Therapiewissenschaften in Hamburg abgeschlossen und ich freue mich mittlerweile über sieben tolle Kolleginnen und bezaubernde Patienten.
2010 und 2013 kamen meine beiden Töchter zur Welt. Was soll ich sagen? Die Große will Tänzerin werden. Zur Not aber auch Logopädin.
Doreen Ackerstaff
Seit März 2014 vervollständige ich, Doreen Ackerstaff, nach erfolgreicher Absolvierung meines Logopädiestudiums an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen unser Team. Mit der Logopädie ist es mir gelungen, mein Interesse an der Kommunikation und den ihr zugrunde liegenden Bedingungen zu meinem Beruf zu machen. Während meines Studiums sammelte ich in der Abteilung für Sprachentwicklungsstörungen einer Kinderklinik in Bonn sowie an einer Förderschule in Nordhorn tiefgreifende Erfahrungen im Bereich der Kindersprache. Während meiner Bachelorarbeit, die die mehrwöchige Begleitung und Therapie eines Patienten mit einer neurologisch bedingten Sprachstörung darstellte, entwickelte ich ein besonderes Interesse für die zielorientierte Arbeit mit Menschen, die durch neurologische Erkrankungen in ihrer Kommunikation oder ihrer Nahrungsaufnahme beeinträchtigt sind. Meine Leidenschaft für die Arbeit mit dieser Zielgruppe hat sich für mich in meinem Praktikum auf der Aphasiestation des Universitätsklinikums Aachen später bestätigt. Innerhalb meines mehrmonatigen Praktikums in der Praxis Nina Taube und meiner anschließenden Anstellung konnte ich abschließend sowohl in der Diagnostik und Therapie mit Kindern als auch in der mit Erwachsenen umfangreiche berufspraktische Erfahrungen sammeln. Ich freue mich, mein Wissen und Engagement in das Praxis-Team einbringen und meine Patienten täglich im Alltag unterstützen zu können.
Clarissa Wolf
Hallo! Mein Name ist Clarissa Wolf und seit April 2019 vervollständige ich das Team der Praxis Nina Taube. Nach meinem Abitur 2015 absolvierte ich ein freiwilliges soziales Jahr in einem Kindergarten in Nordhorn. Darauf folgte eine dreijährige schulische Ausbildung zur Logopädin an der Döpfer Schule in Rheine.
Durch die Tätigkeit meiner Familie als „Bereitschaftspflegefamilie“ konnte ich von meinem 6. bis zu meinem 21. Lebensjahr Erfahrungen im Umgang und der Erziehung von Kindern jeden Alters sammeln.
Das Besondere an der Arbeit als Logopädin ist für mich die Arbeit mit den unterschiedlichsten Menschen verschiedenster Altersklassen und Störungsbildern.
Nina Biehl
Mein Name ist Nina Biehl und ich bin seit Juli 2013, nach erfolgreichem Abschluss meines Bachelor-Studiums an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, als Logopädin in der Praxis Nina Taube tätig. „Logopädinnen – sind das nicht die mit den Füßen?“ Diese Frage wird mir immer wieder in meinem Berufsalltag gestellt. Und das ist auch überhaupt nicht schlimm, denn wer behält bei so vielen unterschiedlichen und komplizierten Berufsbezeichnungen noch den Durchblick? Im Gegensatz zu „Podologen“ („die, mit den Füßen“) betreue ich als Logopädin Patienten, bei denen Einschränkungen im Bereich oberhalb der Schultern vorliegen, d.h. im Kehlkopf-, Hals- und Gesichtsbereich sowie im Gehirn. „Und wie bist du auf den Beruf der Logopädin gekommen?“ ist dann häufig die zweite Frage. Die kann ich, ehrlich gesagt, gar nicht konkret beantworten. Viele Faktoren spielten dabei eine Rolle. Aber eins weiß ich ganz sicher: Es ist der absolut richtige Beruf für mich! Es macht mir riesigen Spaß, mit Menschen zusammen zu arbeiten und ihnen zu helfen. Egal, ob groß oder klein, jung oder alt, ambulant oder stationär, beim Hausbesuch oder in der Praxis. Mein Berufsfeld ist vielseitig und ich liebe die immer wieder neu auftretenden Herausforderungen. Besonders angetan haben es mir dabei die neurologischen Störungen, die beispielsweise nach einem Schlaganfall auftreten können. Die Menschen nach solch einem schwierigen Ereignis zu begleiten und durch logopädische Therapie zusammen mit dem Patienten möglichst viel von den alten Fähigkeiten „zurück zu erobern“, ist so manches Mal eine „Mammutaufgabe“, der ich mich aber nur allzu gerne stelle. Und wenn ich nach solch einer „Mammutaufgabe“ einmal Ablenkung brauche, kann ich mich da ganz auf meine „kleinen“ Patienten verlassen. Denn auch die Arbeit mit Kindern möchte ich nicht missen und bereitet mir große Freude. Und wenn man ehrlich ist, schaffen es die Kinder immer wieder, dass Kind in einem selbst zu wecken.
Claudia Ramaker
Ich heiße Claudia Ramaker und bin 1987 hier in Nordhorn geboren. Nach meinem Abitur 2007 habe ich ein Jahrespraktikum in einem Spielkreis gemacht. Hier konnte ich schon Einblicke in die Sprachentwicklung des Kindes sammeln und habe mich direkt dafür interessiert. Nach einem Praktikum in einer logopädischen Praxis stand für mich fest, „Ja, das willst du auch“. Dann war klar, der nächste Schritt: einschreiben! Ich habe mich für das Logopädiestudium in Groningen (NL) entschieden. In der Endphase des Studiums absolvierte ich zwei Halbjahrespraktika. Das Erste bei Nina Taube und das Zweite in einem Sprachheilkindergarten (gekoppelt an meiner Bachelorarbeit: „Gebärdenunterstützte Kommunikation“). Mit dem ersten Praktikum hatte ich schon die Gelegenheit bei der Praxis Vita zu schnuppern. Nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe, habe ich als Logopädin in einer Praxis in Gronau gearbeitet in der ich 1½ Jahre tätig war. Seit März 2014 bin ich nun Teil dieser Praxis. Im Bereich der Kindertherapie liegt, neben der Behandlung aller anderen Bereiche, mein Schwerpunkt in der Behandlung von Fütterstörungen. Bei der Arbeit mit Erwachsenen bereitet es mir besonders Freude mit akuten Schlaganfallpatienten im Rahmen einer Behandlung und auch in Form einer Selbsthilfegruppe, interagieren zu können.
Franziska König
Hallo. Mein Name ist Franziska König und ich darf mich nach meiner 3-jährigen Ausbildung an den Döpfer Schulen in Rheine seit Oktober 2018 Logopädin nennen.
Während meiner dreijährigen Ausbildung sammelte ich praktische Erfahrungen in mehreren Praxen und Krankenhäusern. Dadurch und durch regelmäßige Fortbildungen bekam ich einen guten Einblick in die verschiedensten Ausprägungen und Therapien der einzelnen Störungsbilder. Durch meine Freude am Umgang mit Menschen und meine Begeisterung für die vielfältige und hilfreiche logopädische Tätigkeit, freue ich mich, meine Patienten im Alltag zu unterstützen.
Katja Ardland
Hallo! Mein Name ist Katja Ardland und ich darf mich nach einem 4-jährigen Logopädiestudium an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen seit 2016 Logopädin nennen.
Im Rahmen des Studiums konnte ich zunächst Erfahrungen in einer logopädischen Praxis in Nordhorn mit dem Schwerpunkt Kindersprache sammeln. Eine einzigartige und prägende Zeit erlebte ich anschließend während meiner 5-monatigen Arbeit zusammen mit einer Kommilitonin in Südafrika. Sie stellen sich die Frage: Logopädie in Afrikaans oder Englisch? Ja! Begleitet sowie unterrichtet/unterstützt von einer amerikanischen Logopädin stand das Erstellen alternativer Kommunikationsmittel, bspw. das Nutzen von Mimik und Gestik, für Kinder mit Behinderungen im Fokus. Durch das eigene Fortbilden und das Weitergeben von Wissen bekam ich völlig neue Einblicke beim Durchführen von Therapien. Im Anschluss stand mein letztes Praktikum mit dem Schwerpunkt „Neurologie“ vor der Tür. Hier fand ich den Weg in die Praxis Nina Taube und ihrem Team. Besonders viel Freude bereitete mir die Abwechslung von stationären sowie ambulanten neurologischen Therapien, was für mich eine völlig neue Erfahrung war. Doch allem voran macht es der Mix: die tägliche Kommunikation mit Menschen – ob jung, ob alt – hält stets Überraschungen bereit, welche den Beruf so einzigartig machen und weshalb ich so viel Freude an der Arbeit habe.
Sandra Harmsen
Meine Ausbildung zur staatlich examinierten Krankenschwester habe ich von 1995 – 1998 im Marienkrankenhaus Nordhorn absolviert. Ich habe für weitere drei Jahre die Möglichkeit gehabt, auf der Inneren Station des Hauses meine Erfahrungen zu sammeln. Im Mai 2001 begann ich meine Arbeit bei der Pronova BKK als Sachbearbeiterin im Krankenhausfallmanagement. Im September 2002 kam dann unser erster Sohn Ben und im Jahr 2006 unser zweiter Sohn Lasse zur Welt.
Ab September 2009 arbeitete ich als Bürokraft im Dachdeckerbetrieb meines Mannes. Das Team der Praxis Nina Taube unterstütze ich seit 2012 in den Bereichen Organisation, Anmeldung und Abrechnung.
Sabrina Lippert
Hallo! Nach meinem Abitur war ich auf der Suche nach einem Beruf, bei dem man nah am Menschen arbeitet, der kommunikativ und abwechslungsreich ist! Bei meiner Recherche stieß ich glücklicherweise auf den Beruf der Logopädin und begann meine Ausbildung an der RehaMed in Rheine, die ich im August 2011 erfolgreich beendet habe. Während meiner Praktika hatte ich auch die Gelegenheit in der Praxis für Logopädie Nina Taube reinzuschnuppern :). Nach meinem Abschluss hat es mich zunächst nach Osnabrück verschlagen, wo ich in einer interdisziplinären Praxis gearbeitet habe. Seit Juni 2019 unterstütze ich das Praxisteam!
Eva Scheitz
Hallo! Mein Name ist Eva Scheitz und ich bin seit April 2019 Teil des Teams. Nach meinem Abitur 2015 habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in einer Grundschule gemacht. Hier konnte ich bereits einige Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammeln.
Nach einem mehrwöchigen Praktikum in der 10. Klasse, welches ich in einer logopädischen Praxis absolviert habe, war für mich ganz schnell klar, dass dies der Beruf ist, den ich ausüben möchte.
Während meiner dreijährigen Ausbildung an der Schule für Logopädie in Rheine konnte ich in vielen weiteren Praktika sowohl mit Kindern als auch mit Erwachsenen reichlich Erfahrungen sammeln. Die Arbeit mit den unterschiedlichen Menschen macht mir sehr viel Spaß. Zu sehen, wie große oder auch kleine Fortschritte gemacht werden, ist genau das, was diesen Beruf ausmacht.

Therapie

Das Spektrum möglicher zu behandelnder Störungsbilder in der logopädischen Therapie ist groß. An dieser Stelle möchten wir Ihnen gerne einige davon vorstellen, um Ihnen unsere Arbeit näher zu bringen.

Behandlungsspektrum für KINDER

Details zum Behandlungsspektrum finden Sie


 

Sprachentwicklungsstörung / Sprachentwicklungsverzögerung

Unter einer Sprachentwicklungsstörung (SES) oder einer Sprachentwicklungsverzögerung (SEV) versteht man zeitliche und/oder strukturelle Abweichungen von der normalen Sprachentwicklung. Eine oder mehrere der folgenden Auffälligkeiten können sich zeigen:

• eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit
• eingeschränktes Sprachverständnis
• Lücken im Wortschatz
• Störung des Lauterwerbs
• Störung im Satzbau und in der Grammatik


Oft sind mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen. Häufig gehen sie mit auditiven Wahrnehmungsstörungen einher. Das Vorgehen in der logopädischen Therapie orientiert sich am Prozess des Spracherwerbs. Es werden sowohl direkte als auch indirekte Methoden eingesetzt. Beim direkten Vorgehen sind dem Kind sein Problem und das Ziel der Therapie bewusst und es arbeitet aktiv mit. Beim indirekten Vorgehen erfolgt die Arbeit mit dem Kind im Spiel, ohne dass es dem Kind bewusst ist, dass eine Störung vorliegt. Ein rechtzeitiger Beginn der logopädischen Therapie ist wichtig, da eine Sprachentwicklungsstörung ein erhöhtes Risiko für spätere Lernschwierigkeiten oder für Lese-Rechtschreibschwächen darstellen kann.

 

Artikulationsstörungen

Eine Artikulationsstörung (Dyslalie) liegt vor, wenn Laute und/oder Lautverbindungen fehlerhaft gebildet oder durch andere Laute ersetzt werden. Zum Beispiel wird der „Kindergarten“ zum „Tinderdarten“.

 

Myofunktionelle Störungen

Eine myofunktionelle Störung ist eine Störung der Muskulatur im Mund-, Gesichts- und Halsbereich. Man spricht auch von einer funktionellen orofazialen Störung, einer orofazialen Dysfunktion oder mundmotorischen Störungen. Durch eine Fehlfunktion der Wangen-, Lippen- und Zungenmuskulatur sind die Bewegungs- und Koordinationsabläufe sowie das muskuläre Gleichgewicht aller am Schlucken und Sprechen beteiligten Strukturen betroffen. Es können sich folgende Symptome zeigen:

• inkompletter Mundschluss
• Mundatmung
• vermehrter Speichelfluss
• sensorisch und motorische Einschränkungen der Zunge
• unphysiologische Zungenruhelage
• Vorverlagerung der Zunge beim Sprechen oder Schlucken

Wird eine myofunktionelle Störung nicht behandelt, kann dies zu einer gestörten Kau-, Beiß-, und Schluckentwicklung, einer undeutlichen oder abweichenden Aussprache sowie Zahn- und Kieferstellungen führen.

 

Fütterstörungen

Wenn das Füttern oder die Nahrungsaufnahme eines Säuglings oder Kindes länger als einen Monat von den Eltern als beeinträchtigt erlebt wird, spricht man von einer Fütterstörung. Die Fütterstörung kann durch Schwierigkeiten beim Stillen oder Geben der Flasche, durch Nahrungsverweigerung oder überdurchschnittlich lange Nahrungsaufnahme gekennzeichnet sein.

Late Talker

„Mama“ und „Papa“ – Worte, die viele Eltern mit Stolz erfüllen, wenn sie das erste Mal von ihrem Kind gesprochen werden. Im ersten Lebensjahr haben Kinder bereits viele kleine und große Dinge des Lebens erkundet und beginnen nun, die ersten richtigen Wörter für sich zu entdecken. Aus dem kindlichen Gebrabbel entwickeln sich innerhalb kürzester Zeit viele weitere Vokabeln, die den Wortschatz der Kleinen bereichern und sie somit zu echten Gesprächspartnern werden lassen. An ihrem zweiten Geburtstag sprechen sie dann aktiv bereits ungefähr 50 Wörter, mit Hilfe derer sie sich ihrem Umfeld mitteilen. Dabei ist es vollkommen normal, dass Zweijährige nicht alle Wörter genauso aussprechen wie ihre elterlichen Vorbilder, weshalb zu dem 50 Wörter umfassenden sprachlichen Repertoire ebenfalls kindliche Bezeichnungen wie „Wauwau“ (Hund) oder „Teita“ (spazieren gehen) zählen.

Doch was ist, wenn Kinder mit 24 Monaten deutlich weniger Wörter sprechen?
Bei rund 10% aller Kinder ist auch im Alter von zwei Jahren noch ein eindeutig unterdurchschnittlicher Wortschatzumfang zu beobachten. Sie sprechen im Vergleich zu Gleichaltrigen nur sehr wenige Wörter und können somit rein verbal nur schwer mit ihrem Umfeld kommunizieren. Im Falle dieser 10% spricht man von sogenannten Late Talkern, zu Deutsch: späte Sprecher. Die Gründe für den späten Sprechbeginn bei Late Talkern sind zum aktuellen wissenschaftlichen Stand noch unklar. Experten sind sich darüber einig, dass die Erziehung und das Sprachangebot der Eltern zwar einen großen Einfluss auf die Sprachentwicklung der Kinder haben, jedoch nicht als Ursache gelten.


Lese-/Rechtschreibstörung

Unter einer Lese-/Rechtschreibstörung (LRS) versteht man erhebliche Probleme beim Lesen und/oder Schreiben, die sich im Schulalter zeigen und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die allgemeine Begabung des Kindes ist durchschnittlich oder überdurchschnittlich. Man spricht auch von Legasthenie oder Entwicklungsdyslexie/-dysgraphie. Auffälligkeiten sind zum Beispiel:

• eingeschränkte phonologische Bewusstheit (z. B. Reimen oder Lauterkennung) oder  Wahrnehmungsprobleme (z. B. eine auditive Merkschwäche oder eine visuelle Differenzierungsschwäche)
• Buchstabenauslassungen oder –vertauschungen während des Schreibens
• Probleme Wörter und Texte abzuschreiben
• fehlendes Lesesinnverständnis
• Auslassen, Verdrehen oder Hinzufügen von Wörtern oder Wortteilen während des Lesens
• verlangsamte Lesegeschwindigkeit


Die logopädische Therapie wird individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt und umfasst oft neben der Sprache auch die Bereiche Aufmerksamkeit, Konzentration, Wahrnehmung, Fehlerbearbeitung und Regelwissen.

 

Stottern

Das Stottern ist eine Störung des Redeflusses, die meist im Alter zwischen zwei und fünf Jahren beginnt. Folgende Kernsymptome können beim Stottern auftreten:

• unfreiwillige Wiederholungen von Lauten, Silben oder einsilbigen Wörtern („Ba-ba-ba-ba-nane“)
• Dehnungen von Lauten („Mmmmmmmmilch“)
• Blockierungen von Lauten (stummes Verharren vor oder in einem Wort „-Gabel“)


Beim Stottern verlieren die Kinder für Momente die Kontrolle über ihr Sprechen, obwohl sie genau wissen, was sie in diesem Moment sagen wollen. Zusätzlich zu dieser Kernsymptomatik zeigen sich häufig folgende Begleitsymptome, durch die das Kind versucht, das Stottern aufzulösen oder ein Stotterereignis zu vermeiden:

• körperliche Anstrengung (z. B. lauter werden, Mitbewegung des Kopfes oder der Arme, Grimassen ziehen)
• Vermeiden von gefürchteten Wörtern
• Abbruch der Äußerung

Stottern kann zu psychischen Reaktionen wie Sprechangst, Wut oder Trauer über das Versagen beim Sprechen, Selbstabwertung als Sprecher, Scham und Hilflosigkeit führen. Die für das Stottern typischen Unflüssigkeiten können situationsabhängig und phasenweise gar nicht auftreten. Ein Stottern bei Kindern sollte möglichst früh erkannt und behandelt werden, um eine Rückbildung zu unterstützen. Wenn dies nicht gelingt, sind die Ziele der Therapie ein selbstbewusster Umgang des Kindes mit dem Stottern und die Verbesserung der Sprechflüssigkeit. Eine Stottertherapie kann frühestens mit zwei Jahren begonnen und auch mit Erwachsenen noch durchgeführt werden.

 

Poltern

Beim Poltern handelt es sich um eine Störung des Redeflusses. Es zeigt sich ein schnelles, unrhythmisches und undeutliches Sprechen. Zudem kommt es zu Auslassungen, Verschmelzungen und artikulatorischen Veränderungen von Lauten, Silben, Wörtern und Sätzen, das das Gesprochene schwer verständlich macht.
Es treten Satzabbrüche, Umformulierungen und Floskeln sowie stotterähnliche Redeunflüssigkeiten auf. Die Symptomatik verbessert sich bei Konzentration und langsamerem Sprechen.

 

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen

Bei auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) ist die Verarbeitung von gehörten Informationen gestört, obgleich das Hörorgan unbeeinträchtigt ist.  Betroffenen Kindern kann es schwerfallen, einem Gespräch zu folgen, wenn Hintergrundgeräusche hörbar sind. Sie können sich Sätze nicht gut merken oder ähnlich klingende Laute und Wörter schwer unterscheiden. Im Schulalter können Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben entstehen.

Behandlungsspektrum für ERWACHSENE

Details zum Behandlungsspektrum finden Sie 



Fazialisparese

Eine Fazialisparese (Gesichtslähmung) ist eine Schwäche oder Lähmung der Gesichtsmuskulatur, die meistens eine oder selten beide Gesichtshälften betreffen kann. Die Muskulatur wird nur unzureichend bis gar nicht mit notwendigen Informationen versorgt und kann nicht wie gewohnt bewegt werden. Zusätzlich kann es zu Veränderungen in der Empfindung kommen. Die Bewegungen von Stirn, Augenlid, Nase, Wange und Lippen können beeinträchtigt sein. Dieses führt dazu, dass der Gesichtsausdruck nicht mehr gesteuert werden kann. Beim Essen und Trinken können ebenfalls Probleme auftreten, auch bedingt durch die verminderte Speichelproduktion und den veränderten Geschmackssinn. Eine erschwerte Aussprache, Veränderungen des Hörvermögens und eine verminderte Produktion von Tränenflüssigkeit zählen zu häufigen Beschwerden. Je nach Störungsgrad wird in der Therapie an der Tonisierung, d.h. dem Spannungsaufbau der Gesichtsmuskeln gearbeitet. Dazu werden Übungen durchgeführt, die die betroffene Gesichtshälfte stimulieren, um die Sensibilität und eine verbesserte Muskelspannung wieder herzustellen.

 

Aphasie

Eine Aphasie ist eine erworbene zentrale Sprachstörung, die das Sprechen, das Verstehen und das Schreiben beeinträchtigen kann. Bei einer Aphasie sind die für die Sprache verantwortlichen Hirnregionen z. B. durch einen Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma etc. beschädigt. Es zeigen sich u. a. Störungen

• in der Wortfindung
• in der Lautstruktur verwendeter Wörter (phonematische Paraphasien)
• im Sinngehalt verwendeter Wörter (semantische Paraphasien)
• in der Grammatik
• im Verstehen von Wortbedeutungen, Sätzen oder Texten
• im Lesen

Hierdurch ist die Kommunikationsfähigkeit des betroffenen Menschen in seinem familiären, sozialen und beruflichen Umfeld eingeschränkt und somit seine gesamte Teilhabe. Deshalb ist das Ziel der logopädischen Therapie die Verbesserung der sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten und die Verbesserung der aktiven Teilhabe am sozialen Leben. Die Therapieziele und –inhalte werden auf den einzelnen Patienten zugeschnitten. Die beeinträchtigten sprachlichen Fähigkeiten werden trainiert und fehlerhafte Sprache modifiziert, korrigiert oder gehemmt. Eventuell können kompensatorische Kommunikationsmöglichkeiten wie Gesten, Zeichen oder Symbole helfen, die Kommunikation im Alltag zu verbessern. Die Angehörigen werden in die Therapie eingebunden.

 

Dysarthrie

Die Dysarthrie ist eine erworbene neurogene Störung in der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen. Bei eingeschränkter Kraft und Beweglichkeit der Zunge, der Lippen und des Gaumensegels können folgende Störungen in unterschiedlichem Ausmaß auftreten:

• undeutliche oder verwaschene Artikulation durch Beeinträchtigung der Sprechmotorik
monotone Sprechmelodie (Prosodie)
abweichender Sprechrhythmus
eingeschränkte Stimme
beeinträchtigte Sprechatmung

Ursachen der Dysarthrie sind Schädigungen des zentralen oder des peripheren Nervensystems, z.B. durch Schlaganfall, Blutung, Schädel-Hirn-Trauma oder Erkrankungen des Nervensystems, wie z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Die Ziele und Inhalte der logopädischen Therapie werden individuell auf den Patienten zugeschnitten und umfassen die Verbesserung oder Erhaltung der am Sprechen beteiligten Funktionen in den Bereichen Atmung, Stimmgebung, Sprechmelodie und Artikulation. Die Therapie bei degenerativen (sich stetig verschlimmernden) Erkrankungen zielt auf die möglichst lange Erhaltung der Sprechfähigkeiten und auf den Einsatz kompensatorischer Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. elektronische Sprechhilfen, unterstützte Kommunikation) ab.

 

Sprechapraxie

Bei einer Sprechapraxie ist die Planung von Sprechbewegungen gestört. Die einzelnen Artikulationsbewegungen können nicht ausreichend kontrolliert erfolgen, obwohl die Muskulatur prinzipiell die erforderlichen Einzelbewegungen ausführen kann. Es zeigen sich Störungen in den folgenden Bereichen:

Artikulation:
Entstellungen, Ersetzungen oder Vertauschungen von Lauten, Suchbewegungen von Lippen, Zunge und Kiefer
Sprechmelodie und -rhythmus (Prosodie):
verminderte Sprechgeschwindigkeit, Dehnung von Vokalen, silbisches Sprechen, Fehler bei der Wortbetonung
Sprechverhalten:
Unzufriedenheit mit dem eigenen Sprechen, mimische Mitbewegungen, gepresste Stimme, Anspannungen der Hals- und Gesichtsmuskulatur


Das Gesagte ist oft schwer oder gar nicht verständlich. Oft haben Menschen mit einer Sprechapraxie massive Probleme sich überhaupt zu äußern bzw. vollständige Sätze zu bilden. Ursachen der Sprechapraxie sind Hirnschädigungen wie z.B. ein Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma. Patienten mit Sprechapraxie haben häufig auch eine Aphasie. In der logopädischen Therapie können je nach Schweregrad und Symptomatik verschiedene Therapieverfahren eingesetzt werden. Die Behandlung zielt auf die Verbesserung der Aussprache, des Redeflusses oder der Akzentuierung ab, um die Kommunikation der Betroffenen im Alltag zu erleichtern.

 

Stimmstörungen

Wenn die Stimme über einen längeren Zeitraum heiser klingt ohne dass ein akuter Infekt vorliegt, kann die Ursache eine Stimmstörung (Dysphonie) sein.

Die Stimme
ist nicht sehr belastbar,
kann manchmal ganz versagen,
klingt rau und gepresst oder kraftlos und hauchig,
ist zu hoch oder zu tief,
wird begleitet von einem Fremdkörpergefühl oder Kratzen im Hals,
kann schwer verständlich sein.

Die Ursachen von Stimmstörungen können organisch oder funktionell sein. Organisch bedingte Stimmstörungen zeigen sich z.B. aufgrund von Fehlbildungen des Kehlkopfes (Larynx), durch Veränderungen auf den Stimmbändern (“Knötchen”), durch Verletzungen im Kehlkopfbereich (z.B. durch Unfälle, Operationen) oder durch Infektionen (z.B. chronische Kehlkopfentzündungen). Bei funktionellen Stimmstörungen zeigen sich keine organischen Veränderungen. Die Stimmlippen (Stimmbänder) zeigen Unregelmäßigkeiten im Schwingungs- bzw. Schließungsverhalten, die z.B. durch zu intensiven Stimmeinsatz in Sprechberufen, unphysiologische Körperhaltung, ungünstige Stimmvorbilder oder zu lautes Sprechen bei Hörstörungen entstehen. Es wird zwischen hyperfunktionellen (zu viel Spannung) und hypofunktionellen (zu wenig Spannung) Komponenten bei einer funktionellen Stimmstörung unterschieden, die den Klang der Stimme beeinflussen. Funktionelle Stimmstörungen können zu sekundären organischen Veränderungen führen, weswegen eine frühe Intervention wichtig ist. Ziel der logopädischen Therapie ist die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit durch eine anstrengungsfreie und belastbare Stimme. Die Behandlung umfasst die Bereiche Körperspannung, Atmung, Artikulation und Stimmgebung.

 

Dysphagie

Eine Dysphagie ist eine Störung des Schluckaktes, die während der Nahrungsaufnahme, der Nahrungszerkleinerung oder des eigentlichen Schluckvorgangs von Nahrung oder Flüssigkeit auftritt. Ursachen sind zum einen neurologische Erkrankungen, wie z.B. ein Schlaganfall oder degenerative Erkrankungen wie z. B. Morbus Parkinson oder Demenz. Zum anderen können Erkrankungen oder operative Eingriffe im Kopf-Hals-Bereich (z.B. Tumoren im Mund-, Rachen- oder Kehlkopfbereich) Schluckstörungen verursachen. Durch eine beeinträchtigte Beweglichkeit und/oder Sensibilität im Mund- und Rachenraum kommt es zu:

Verschlucken und Husten während oder direkt nach dem Essen
verlangsamter Nahrungsaufnahme
erschwertem Abschlucken
Steckenbleiben von Nahrungsresten
Würgen während des Essens
aus dem Mundwinkel laufenden Speichel oder laufender Nahrung
Speichelschlucken ist nicht mehr möglich
verbleibenden Speiseresten im Mundraum


Der Leidensdruck ist häufig groß, da Essen für uns -neben der Nahrungsaufnahme- auch Genuss darstellt und eine Dysphagie somit die Lebensqualität einschränkt. Gefährlich wird eine Dysphagie, wenn die nötige Kalorienzufuhr nicht mehr erreicht werden kann und es zu Gewichtsverlust kommt oder wenn sich eine Lungenentzündung entwickelt, weil Nahrungsreste in die Luftröhre gelangt sind (Aspiration).
In der logopädischen Therapie wird an der Wiederherstellung, Verbesserung oder Erhaltung der Schluckfähigkeiten gearbeitet. Dies kann folgende Bereiche beinhalten:

Verbesserung der Sensibilität und/oder Motorik im Mund- und Rachenraum
Entwickeln anderer, sicherer Schlucktechniken
Haltungsänderungen
Anpassung der Nahrung
richtige Wahl von Hilfsmitteln

Dabei werden die Angehörigen oder das Pflegepersonal in die Therapie einbezogen, um einen Übertrag des erlernten Schluckvorgangs in den Alltag zu gewährleisten.

 

Poltern

Beim Poltern handelt es sich um eine Störung des Redeflusses. Es zeigt sich ein schnelles, unrhythmisches und undeutliches Sprechen. Zudem kommt es zu Auslassungen, Verschmelzungen und artikulatorischen Veränderungen von Lauten, Silben, Wörtern und Sätzen, das das Gesprochene schwer verständlich macht.
Es treten Satzabbrüche, Umformulierungen und Floskeln sowie stotterähnliche Redeunflüssigkeiten auf. Die Symptomatik verbessert sich bei Konzentration und langsamerem Sprechen.

Kontakt

Möchten Sie einen Termin vereinbaren? Oder haben Sie Fragen zur Praxis oder unseren Leistungen? Rufen Sie uns gerne an oder senden Sie uns eine Nachricht. Wir freuen uns zudem jederzeit über Anregungen, Fragen und Kritik.

Herzlich, Nina Taube und Team

NINA TAUBE
Praxis für Logopädie
Am Strampel 28, 48527 Nordhorn
Telefon (05921) 7120475, info@vita-nordhorn.de

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